Düngen von Kartoffeln mit Polysulfat

Haupteigenschaften des Polysulfat-Düngers

  • Idealer Mehrnährstoff-Schwefeldünger mit 19% S (48 % SO3) plus Kalium (14% K2O), Magnesium (6% MgO) und Calcium (17% CaO), jeweils in Sulfatform.
  • Reduziertes Risiko eines Schwefelverlustes in der Vorsaison durch Auswaschung aufgrund der langfristigen Nährstofffreisetzung.
  • Vollständig löslich, mit Bereitstellung aller Nährstoffe für die Versorgung der Pflanzen während der Wachstumsperiode.
  • Hervorragende Streueigenschaften; gleichmäßige und präzise Verteilung auf dem Feld über bis zu 36 m.
  • Geringer Chloridgehalt, sehr niedriger Salzindex, neutraler pH-Wert, kein Verkalkungseffekt.
  • Natürlich abgebautes Mineral (Polyhalit) mit Zulassung für den ökologischen Landbau.
  • In Großbritannien hergestellter Dünger mit günstiger Klimabilanz.

Funktionen von S, K, Mg und Ca in Kartoffelkulturen

  • Schwefel ist ein essentieller Baustein von Proteinen: Er wird für die Synthese von drei der Aminosäuren benötigt, aus denen diese bestehen. Notwendig für eine hohe Effizienz der Stickstoffverwertung.
  • Kalium sichert Ertrag und Qualität, Zuckertransport, Stomata-Steuerung und ist ein Kofaktor zahlreicher Enzyme. Es reduziert die Anfälligkeit gegenüber Pflanzenkrankheiten, mindert die Auswirkungen von Trockenheit und ist für die effiziente Verwertung von Stickstoff unerlässlich.
  • Magnesium ist für die Photosynthese unverzichtbar, weil es einen zentralen Bestandteil des Chlorophyllmoleküls bildet.
  • Calcium für robuste und gesunde Nutzpflanzen; es ist ein wichtiger Baustein der Zellwände und reduziert die Anfälligkeit gegenüber Krankheiten. Lösliches Calcium ist wichtig für die Schalenqualität.

Praktische Hinweise für das Düngen von Kartoffeln mit Polysulfat

  • Das chloridarme Polysulfat ist eine auf Sulfat basierende Quelle wasserlöslichen Kaliums, Magnesiums und Calciums, die den gesamten Schwefel-, Magnesium- und Calciumbedarf sowie einen erheblichen Teil des bei der Ernte abgeführten Kalis ersetzt, ohne den pH-Wert des Bodens zu beeinflussen.
  • Bei der Kartoffelernte wird dem Boden eine sehr große Mengen Kalium entzogen. Der Anteil, der nicht mit Polysulfat bereitgestellt wird, kann ein oder zwei Monate vor der Pflanzung in Form von Kaliumchlorid werden. Dadurch kann unerwünschtes Chlorid mit den Niederschlägen durch den Boden und von den Wurzeln der Kartoffelpflanze wegtransportiert werden.
  • 400 kg/ha Polysulfat ist in der Regel eine geeignete Düngermenge für Kartoffeln. Vor der Aussaat Polysulfat direkt in das Saatbeet einarbeiten, oder als Bestandteil einer Düngemittelmischung bei der Aussaat ausbringen.
  • Typisch für Polysulfat ist eine allmähliche Freisetzung der vier enthaltenen Makronährstoffe, so dass diese bei Freisetzung die wachsende Kultur dauerhaft versorgen können.

Geschätzte Nährstoffaufnahme (Nährstoffentzug) durch Kartoffeln

Nährstoff Aufnahme (kg/t) Aufnahme (kg/ha)
  Kartoffelknollen 50 t/ha Kartoffelknollen
K2O 5,8 290
K 4,8 240
MgO 0,4 20
Mg 0,25 12
CaO 0,5 25
Ca 0,35 17


Richtwerte für die Nährstoffzufuhr mit Polysulfat -Dünger mit 400 kg/ha für eine Kartoffelernte von 50 t/ha

Richtwerte für die Nährstoffzufuhr mit Polysulfat -Dünger mit 400 kg/ha für eine Kartoffelernte von 50 t/ha
Quellen: UK Fertiliser Manual, PDA und UNIFA

Erwarteter Nutzen

  • Größere Erträge
  • Gute Schalenfestigkeit
  • Verbesserte Trockenmasse
  • Höhere Effizienz der Stickstoffverwertung