Düngen von Raps und anderen Kohlgewächsen mit Polysulfat

Haupteigenschaften des Polysulphate-Düngers

  • Optimaler Schwefeldünger mit 19% S (48% SO3) sowie Kalium (K), Magnesium (Mg) und Calcium (Ca) als Zusatznutzen, jeweils in Sulfatform.
  • Langfristige Nährstofffreisetzung reduziert das Risiko einer Schwefelauswaschung.
  • Vollständig löslich, mit Bereitstellung aller Nährstoffe für die Versorgung der Pflanzen während der Wachstumsperiode.
  • Hervorragende Streueigenschaften; gleichmäßige und präzise Verteilung über bis zu 36 m.
  • Geringer Chloridgehalt, sehr nie0driger Salzgehalt, neutraler pH-Wert, ohne versauernde Wirkung.
  • Natürlich abgebautes Mineral (Polyhalit) mit Zulassung für den ökologischen Landbau.
  • In Großbritannien hergestellter Dünger mit günstiger Klimabilanz.

Erwarteter Nutzen

  • Verbesserung von Ertrag und Qualität
  • Höherer Ölgehalt in Saatgutkulturen
  • Höhere Effizienz der Stickstoffverwertung

Funktionen von S, K, Mg und Ca in Kohlgewächsen

  • Schwefel ist ein essentieller Baustein von Proteinen: Er wird für die Synthese von drei der Aminosäuren benötigt, aus denen Proteine bestehen.
  • Kalium sichert Ertrag und Qualität, Zuckertransport, Stomata-Steuerung und ist ein Kofaktor zahlreicher Enzyme. Es reduziert die Anfälligkeit gegenüber Pflanzenkrankheiten, mindert die Auswirkungen von Trockenheit und ist für die effiziente Verwertung von Stickstoff unerlässlich.
  • Magnesium ist für die Photosynthese unverzichtbar, weil es einen zentralen Bestandteil des Chlorophyllmoleküls bildet, und leistet einen entscheidenden Beitrag zum Kornwachstum und Blattqualität.
  • Calcium für robuste und gesunde Nutzpflanzen; es ist ein wichtiger Baustein der Zellwände und reduziert die Anfälligkeit gegenüber Krankheiten.

Nährstoffaufnahme (Nährstoffentzug) durch Raps und einige Kohlgemüse

Nährstoff Entzug pro Tonne - kg/t Entzug pro Hektar - kg/ha
  Raps
frucht
Kohl
frisch
Blumenkohl
frisch
Raps frucht
3,5t/ha
Kohl frisch
50 t/ha
Blumenkohl frisch
50 t/ha
K2O (K) 11,0 (9,1) 3,6 (3,0) 4,8 (4,0) 39 (32) 180 (150) 240 (200)
MgO (Mg) 5,0 (3,0) 0,4 (0,3) 0,6 (0,4) 18 (11) 20 (15) 30 (20)
CaO (Ca) 5,7 (4,1) 1,0 (0,7) 3,5 (2,5) 20 (14) 50 (35) 175 (125)

Quellen: UK Fertiliser Manual, PDA und Australian Soil Fertility Manual.

Hauptschwefeldüngung - Empfehlungen

N-Menge Empfohlene Schwefelmenge
kg N/ha kg SO3/ha kg S/ha
100 50 20
150 75 30
200 100 40
250 125 50


Praktische Hinweise für das Düngen von Raps und anderen kreuzblütlern mit Polysulfat

  • Eine Anwendung von 50 kg Polysulfat auf das Saatbett von Winterraps stellt Schwefel für das frühzeitige Pflanzenwachstum bis in den Winter bereit.
  • Polysulfat kann einzeln, oder als Bestandteil eines flächenspezifischen Düngerprogramms ausgebracht werden.
  • Bringen Sie die Hauptdüngung mit Polysulfat zu Frühjahrsbeginn aus. Direkt vor, oder mit dem Einsetzen der Wachstumsphase im Frühjahr. Wegen der langfristigen Nährstofffreisetzung von Polysulfat stellt eine Düngung im Frühjahr frisch verfügbares K, Mg und Ca sowie das unverzichtbare S bereit, wenn die Kultur ihre erste N-Düngung erhält. Außerdem stellt sie eine kontinuierliche Freisetzung von Schwefel während der aktiven Wachstumsphase sicher. Das Risiko von Verlusten durch Auswaschung ist sehr klein.
  • 200 kg/ha Polysulfat ist in der Regel eine geeignete Menge für die Hauptdüngung bei Raps, die das gesamte S und Ca bereitstellt und 70% des mit den Rapskörnern entzogenen K und Mg enthält.
  • 200 kg/ha Polysulfat ist die allgemeine Empfehlung für Kohlgewächse, womit das notwendige S und Ca zusammen mit einem Großteil des bei der Ernte entzogenen K und Mg ergänzt wird. Vor der Aussaat oder dem Pflanzen in das Saatbett einarbeiten.
  • Stellen Sie sicher, dass für diese anspruchsvollen Kulturen genügend K zur Verfügung steht; bei maximaler Biomasse können sie mehr als 300 kg K2O/ha enthalten.

Von Polysulfat mit der empfohlenen Aufwandmenge (200 kg/ha) für Raps mit einem Ertrag von 3,5 t/ha bereitgestellte Nährstoffe

Von Polysulfat mit der empfohlenen Aufwandmenge (200 kg/ha) für Raps mit einem Ertrag von 3,5 t/ha bereitgestellte Nährstoffe